Wir halten, was wir versprechen.

Politik darf sich nicht darin erschöpfen, Ziele zu formulieren. Sie muss daran gemessen werden, was tatsächlich umgesetzt wird. Die UBL – Unabhängige Bürgerliste Steinau ist 2021 mit einem klaren Anspruch angetreten: Verantwortung übernehmen, ideologiefrei handeln und Steinau an der Straße gemeinsam mit allen Beteiligten Schritt für Schritt weiterentwickeln.

Heute, einige Jahre später, zeigt sich: Viele der Vorhaben aus dem Wahlprogramm 2021 sind Realität geworden. Nicht, weil eine einzelne Partei „gewonnen“ hätte, sondern weil Verwaltung, Ehrenamt, Bürgermeister und Stadtverordnete über Fraktionsgrenzen hinweg zusammengearbeitet haben. Genau das war und ist unser Verständnis von Kommunalpolitik.

Bildung und Kinderbetreuung – verlässlich, vielfältig und zukunftsorientiert

Kurze Einordnung:
Junge Familien sind die Zukunft unserer Stadt. Wer möchte, dass sich Familien in Steinau ansiedeln oder hier bleiben, muss für eine funktionierende, attraktive und verlässliche Kinderbetreuung sorgen. Genau hier hat sich in den vergangenen Jahren besonders viel bewegt.

Der Waldkindergarten Steinau – von der umstrittenen Idee zum festen Angebot

Der Waldkindergarten ist ein gutes Beispiel dafür, wie aus einer zunächst kritisch betrachteten Idee ein anerkanntes Erfolgsmodell werden kann. Das Projekt wurde aus den Reihen der UBL angestoßen und frühzeitig politisch eingebracht. Anfangs stieß es jedoch auf deutliche Ablehnung, teilweise wurde sogar gefordert, den Kindergarten in einen anderen Stadtteil zu verlagern.

Trotz dieser Widerstände blieb man am Thema dran. Gemeinsam mit der Verwaltung wurde nach tragfähigen Lösungen gesucht, mögliche Standorte geprüft und Gespräche mit erfahrenen Trägern geführt. Schließlich konnte mit der AWO Wald- und Naturkindergarten gGmbH ein Partner gewonnen werden, der bereits über große Erfahrung im Bereich naturnaher Kinderbetreuung verfügt.

Heute ist der Waldkindergarten „Die Wildkatzen“ der erste seiner Art auf Steinauer Gemarkung. Er ergänzt das bestehende Angebot sinnvoll, ist konfessionsunabhängig und erfreut sich großer Nachfrage. Mit der Förderung für einen modernen Bauwagen und der geplanten Erweiterung der Plätze wurde das Angebot nachhaltig abgesichert. Was früher kontrovers diskutiert wurde, ist heute ein selbstverständlicher Bestandteil der Steinauer Bildungslandschaft.

Ausbau bestehender Kindertagesstätten – bedarfsgerecht statt auf Vorrat

Parallel dazu wurde der Ausbau der klassischen Kindertagesstätten konsequent vorangetrieben. In Hintersteinau konnte die Kita „Wunderland“ durch eine bauliche Erweiterung zusätzliche Betreuungsplätze schaffen. Landes- und Kreismittel halfen dabei, die finanzielle Belastung für die Stadt zu reduzieren.

Auch in anderen Stadtteilen wurden neue Gruppen eingerichtet, um auf steigende Bedarfe reagieren zu können. Dabei wurde bewusst darauf geachtet, nicht starr nach alten Mustern zu planen, sondern flexibel auf die tatsächliche Entwicklung der Einwohnerzahlen zu reagieren.

Neubau Kita Märchenwald – ein Gemeinschaftsbeschluss für die Innenstadt

Mit dem Neubau der Kita „Märchenwald“ in der Steinauer Innenstadt wurde ein Großprojekt auf den Weg gebracht, das parteiübergreifend getragen wurde. Die Entscheidung fiel einstimmig, weil allen klar war: Ohne neue Kapazitäten ist eine verlässliche Betreuung langfristig nicht zu sichern.

Der Neubau schafft moderne Räumlichkeiten, großzügige Außenflächen und flexible Nutzungsmöglichkeiten für unterschiedliche Altersgruppen. Gleichzeitig konnten hohe Fördermittel des Landes gesichert werden, weil Planung, Ausschreibung und Umsetzung konsequent vorangetrieben wurden.

Freizeit, Sport und Schwimmbäder – Lebensqualität für alle Generationen

Kurze Einordnung:
Freizeitangebote, Sportstätten und Schwimmbäder sind weit mehr als „freiwillige Leistungen“. Sie sind Treffpunkte, Orte der Gesundheitsvorsorge und wichtige Bestandteile des sozialen Miteinanders.

Der Erhalt der Schwimmbäder – Ausdauer statt Resignation

Schon im Wahlprogramm 2021 hat die UBL klar formuliert, dass beide Steinauer Schwimmbäder erhalten werden sollen. Besonders das Freibad in Ulmbach steht dabei sinnbildlich für das, was möglich ist, wenn Bürgerschaft, Politik und Verwaltung zusammenarbeiten.

Über viele Jahre hinweg wurde dort mit enormem ehrenamtlichem Einsatz Spenden gesammelt, Fördermittel akquiriert und Eigenleistungen erbracht. Trotz Rückschlägen – von der Corona-Pandemie bis zu massiv gestiegenen Baukosten – wurde das Ziel nie aus den Augen verloren.

Mit der Entscheidung für ein langlebiges Edelstahlbecken, der Nutzung moderner Solar- und Filtertechnik sowie der schrittweisen Sanierung der Gebäude wurde eine nachhaltige Lösung gefunden. Das Freibad Ulmbach bleibt damit nicht nur erhalten, sondern wird fit für die kommenden Jahrzehnte gemacht.

Unterstützung der Vereine – Ehrenamt ernst nehmen

Sport-, Kultur- und Freizeitvereine sind ein zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Steinau an der Straße. Sie schaffen Begegnung, fördern Gesundheit, ermöglichen Teilhabe und leisten insbesondere für Kinder und Jugendliche einen unschätzbaren Beitrag. Dieses Engagement basiert fast ausschließlich auf ehrenamtlicher Arbeit und verdient deshalb mehr als nur lobende Worte – es braucht verlässliche strukturelle Unterstützung.

Die UBL hat sich in den vergangenen Jahren dafür eingesetzt, Vereinsarbeit nicht als freiwillige Zusatzleistung der Stadt zu betrachten, sondern als wesentlichen Baustein einer lebenswerten Kommune. Entscheidend ist dabei, dass notwendige Investitionen nicht aus dem laufenden Haushalt heraus erzwungen werden, sondern gezielt über Förderprogramme ermöglicht werden, die langfristige Entwicklung unterstützen.

Ein wichtiger Hebel hierfür ist das Förderprogramm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“, unter dem das Gesamtprojekt „Märchenstadt im Wandel“ umgesetzt wird. In den kommenden zehn Jahren sollen rund 20 Millionen Euro in die Entwicklung der Stadt Steinau investiert werden, davon mehr als 13 Millionen Euro aus Fördermitteln. Diese Mittel eröffnen die Möglichkeit, zentrale Bereiche der städtischen Infrastruktur weiterzuentwickeln – ausdrücklich auch zugunsten der Vereine.

Vor diesem Hintergrund soll das Sportgelände des FV Steinau umfassend modernisiert werden. Der Verein ist seit vielen Jahren ein wichtiger Ankerpunkt für das sportliche und soziale Leben in der Stadt. Durch den geplanten Umbau entsteht eine zeitgemäße Sportstätte, die den Anforderungen eines modernen Vereinsbetriebs gerecht wird und sowohl dem Leistungs- als auch dem Breitensport neue Perspektiven eröffnet. Die Einbindung weiterer Förderprogramme stellt sicher, dass diese Investition nachhaltig finanziert wird und die Stadt handlungsfähig bleibt.

Auch der TV Steinau profitiert von dieser strategischen Herangehensweise. In der Brüder-Grimm-Halle ist die Einrichtung einer neuen Schaumstoffgrube vorgesehen, die insbesondere für den Turn- und Nachwuchsbereich eine deutliche Verbesserung darstellt. Sie erhöht die Sicherheit beim Training, erweitert die sportlichen Möglichkeiten und stärkt damit langfristig die Vereinsarbeit.

Diese Beispiele zeigen, dass Vereinsförderung in Steinau nicht kurzfristig gedacht wird, sondern Teil einer langfristigen Entwicklungsstrategie ist. Durch das gezielte Nutzen von Förderprogrammen, durch enge Abstimmung zwischen Verwaltung, Politik und Vereinen und durch den Respekt vor ehrenamtlichem Engagement wird ermöglicht, was aus eigenen Mitteln allein kaum leistbar wäre.

Die UBL wird diesen Weg auch in Zukunft konsequent weitergehen. Denn starke Vereine bedeuten starke Gemeinschaften – und genau das macht Steinau an der Straße lebenswert.

Stadtteile stärken – Lebensqualität vor Ort sichern

Kurze Einordnung:
Eine lebenswerte Stadt besteht nicht nur aus einer attraktiven Kernstadt. Auch die Stadtteile müssen Orte sein, an denen man sich gerne aufhält und begegnet.

Generationenspielplatz Ulmbach – ein Projekt aus der Bürgerschaft

In Ulmbach entstand durch jahrelange Beharrlichkeit ein moderner Generationenspielplatz. Möglich wurde dies durch Spenden, Fördermittel, erhebliche Eigenleistungen und hunderte Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Die UBL hat dieses Engagement politisch unterstützt und begleitet.

Der neue Spielplatz ist heute Treffpunkt für Kinder, Eltern und Großeltern – ein echtes Beispiel dafür, wie bürgerschaftliches Engagement konkrete Verbesserungen schafft.

Naturerlebnisraum Ulmbach – Begegnung, Bildung und Naturschutz

Auf rund 1.500 Quadratmetern entsteht in Ulmbach ein Naturerlebnisraum, der mehrere Ziele miteinander verbindet. Er bietet Raum für Begegnung, ermöglicht Naturerfahrung mit allen Sinnen und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Artenvielfalt.

Das Projekt wird gefördert, fachlich begleitet und gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft umgesetzt. Es steht exemplarisch für eine Dorfentwicklung, die ökologische und soziale Aspekte zusammendenkt.

Finanzen und Fördermittel – Chancen nutzen statt verstreichen lassen

Kurze Einordnung:
Solide Finanzen und gezielte Investitionen schließen sich nicht aus. Entscheidend ist, vorhandene Förderprogramme klug zu nutzen.

Über 13 Millionen Euro Fördermittel – Ergebnis konsequenter Arbeit

In den vergangenen Jahren ist es gelungen, Steinau in mehrere große Förderprogramme zu bringen. Über 13 Millionen Euro an Zuschüssen fließen in Projekte zur Innenstadtentwicklung, zur Förderung von Vereinen, zur Kinder- und Jugendarbeit und zur Aufwertung des öffentlichen Raums.

Diese Mittel sind kein Zufall. Sie sind das Ergebnis intensiver Vorarbeit, tragfähiger Konzepte und guter Vernetzung auf Kreis-, Landes- und Bundesebene.

Wirtschaft und Infrastruktur – Arbeitsplätze schaffen, Zukunft sichern

Kurze Einordnung:
Eine zukunftsfähige Stadt braucht nicht nur Visionen, sondern auch funktionierende Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Arbeit. Dazu gehören erschlossene Gewerbeflächen, Planungssicherheit und ein verantwortungsvoller Umgang mit langfristigen Investitionen. In Steinau zeigt sich heute, dass konsequentes Nachsteuern auch dann Wirkung entfalten kann, wenn frühere Entscheidungen lange Zeit gebremst haben.

Das Industriegebiet – ein langer Weg zur Entwicklung

Das Steinauer Industriegebiet lag über viele Jahre weitgehend ungenutzt brach. Ursache dafür war die damalige Entscheidung, die Erschließung über die Hessische Bodenbevorratungsgesellschaft umzusetzen. Was ursprünglich als praktikable Lösung gedacht war, entwickelte sich im Nachhinein zu einer schweren Belastung für die Stadt.

Durch lange Laufzeiten und steigende Zinsen erwiesen sich die Kosten dieser Konstruktion als deutlich höher, als es bei einer eigenständigen Erschließung der Fall gewesen wäre. Über fast ein Jahrzehnt hinweg war Steinau dadurch in seiner Entwicklung eingeschränkt. Notwendige Flächen standen der Wirtschaft nicht zur Verfügung, während gleichzeitig finanzielle Belastungen weiterliefen.

In dieser Zeit ging es nicht darum, Schuldzuweisungen vorzunehmen, sondern Verantwortung zu übernehmen und Wege zu finden, diesen Zustand zu korrigieren. Verwaltung, Bürgermeister und Stadtverordnete mussten einen Fehltritt aus der Vergangenheit Schritt für Schritt aufarbeiten – ein Prozess, der Geduld, Verhandlungsgeschick und Durchhaltevermögen erforderte.

Vom Stillstand zur Perspektive – jetzt wird gebaut

Heute zeigt sich, dass dieser lange Weg nicht vergebens war. Das Industriegebiet ist nun endlich bebaubar und wird aktiv genutzt. Mit der Ansiedlung einer hochmodernen Produktionsstätte für Holzmodule sowie eines großen Logistikzentrums werden Flächen gefüllt, die über Jahre keine Entwicklung erfahren haben.

Beide Unternehmen investieren langfristig in den Standort Steinau, schaffen zahlreiche neue Arbeitsplätze und setzen dabei auf nachhaltige Bauweise, moderne Energiekonzepte und kurze Lieferwege. Damit wird nicht nur Beschäftigung vor Ort geschaffen, sondern auch die regionale Wertschöpfung gestärkt.

Planungssicherheit als Standortfaktor

Die aktuellen Ansiedlungen zeigen, dass Steinau als Wirtschaftsstandort überzeugt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Entscheidend sind dabei nicht kurzfristige Versprechen, sondern verlässliche Prozesse, transparente Entscheidungen und die Bereitschaft, aus früheren Erfahrungen zu lernen.

Dass das Industriegebiet nach Jahren des Stillstands nun mit Leben gefüllt wird, ist das Ergebnis dieser Haltung. Es zeigt, dass konsequente, sachliche Kommunalpolitik auch schwierige Ausgangslagen überwinden kann – und damit die Grundlage für eine wirtschaftlich stabile und zukunftsfähige Stadt legt.

Unser Anspruch bleibt derselbe

Die UBL steht auch weiterhin für eine Politik, die:

  • nicht spaltet, sondern verbindet
  • nicht verspricht, sondern umsetzt
  • nicht laut ist, sondern verlässlich

Was wir 2021 angekündigt haben, wurde Schritt für Schritt Realität.
Und genau so werden wir auch in Zukunft weiterarbeiten – gemeinsam, sachlich und im Interesse unserer Stadt.