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Wer nicht will findet Gründe, wer will findet Lösungen.

Einladung zur gemeinsamen Sitzung von Handwerk und Industrie am 30.4.2017.

Die Problematik der Bestuhlung im Marionettentheater in Steinau bricht uns noch das Genick, wenn wir es nicht einmal auf einem nicht juristischen und weniger verkopftem Wege versuchen. Die Stühle stehen uns erst einmal nicht zur Verfügung, wie auch immer dies passiert ist. Wenn man sich zu selbstsicher ist und keinen Plan B in der Tasche hat, ist dieses Vertrauen zwar bewundernswert, aber nicht effizient.

Natürlich müssen Fristen und Formen eingehalten werden. Natürlich muss alles seine Ordnung haben, aber nicht so.  Wir sind uns zwischen den Fraktionen sehr oft schnell einig, wissen was wir meinen und möchten an einem Strang für Steinau ziehen. Wenn unser größtes Problem die korrekte Formulierung eines Antrages ist, damit dieser juristisch Bestand haben kann, anstelle einer sachlichen und fachlichen Diskussion, dann verstehen wir, wieso immer mehr Mandatsträger ihr Amt niederlegen.

Unbestreitbar ist, dass Kultur gefördert werden muss. Man kann hier keinen Vergleich zu einem landwirtschaftlichen- oder industriellen Betrieb ziehen. Denn die Kunst ist ebenso wie die Presse ein Medium, welches den Bürger innerhalb der Aufklärung im Prozess des Mündig Werdens und Bleibens unterstützt. Selbstverständlich ist dies kein Freischein um sein künstlerisches Schaffen übermäßig zu bewerten, aber eine Kunst ohne Freiheit, sei es von übermäßigen finanziellen Zwängen oder politischem Druck kann nicht zielführend sein. Wir haben immernoch die Möglichkeit den Mietvertrag in 5 Jahren aufzulösen und uns eine neue Truppe zu suchen, sollte uns diese nicht gefallen. Aber lassen wir Ihnen diese Jahre um es zu beweisen, dass Sie Erfahren und Innovativ zugleich sind.

Unser Museum bekommt hohe Zuschüsse, aber hat nicht den Mehrwert für Anwohner wie ein Theater mit wechselndem Programm. Einer Kulturstätte, welche es schaffen kann durch Ihre Anziehungskraft den Kumpen und die Innenstadt aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Einfach ein Theater zu etablieren ist keine Lösung auf der wir uns ausruhen können. Es ist ein erster Schritt um attraktiver für Gastronomen zu werden, für Touristen von nah und fern.

Liane Heid hat den Vorschlag einer Stuhlpatenschaft gebracht, welchen wir sehr befürworte. Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und sagen, dass wir Unternehmen wie Wohnvision Steinau andere Handwerker, Schreiner und Möbelfabriken aus dem direkten Umfeld zu Rate ziehen sollten, wie man in 5 Wochen ein so verrücktes Projekt wie eine neue individuelle Bestuhlung realisieren könnte. Diese Unternehmer haben Kontakte, Erfahrung und vor allem Möglichkeiten.

Dieses Beispiel zeigt wieder einmal wie wichtig es ist, hier enge Kontakte zur Wirtschaft zu pflegen und sich nicht in Juristerei zu verrennen. Die Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer sind schnell verplant, ein Dialog wird aber nicht gesucht.

Es ist unser Theater, es ist unsere Innenstadt mit hohem Potenzial, aber wenig Mut zur Umsetzung.

Sollte bis zur gesetzten Juristischen Frist keine Lösung gefunden werden, laden wir am 30.4.2017 zu einer gemeinsamen Besprechung ein. Der Ort wird noch bekannt gegeben und Kontakt gesucht. Hier sind alle Bürger willkommen, aber vor allem Handwerker, Industrie und Unternehmer.

So können wir einmal wieder beweisen, dass Steinau kein Schildbürgerdorf ist und werden die mediale Öffentlichkeit entsprechend einbinden, um unsere neuen Gäste auf diesem Wege zu unterstützen. Wir stärken hier nicht die Marke „Theatrium“ sondern „Theater in Steinau an der Straße“ und zeigen, dass wir es wirklich wollen, dass wir hier nicht unser Potenzial endgültig sterben lassen.